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Lezius besucht Geburtenstation

Beim letzten Termin kam ein glücklicher Anlass dazwischen: Die Geburt eines neuen Birkenfelder Bürgers. Jetzt klappte der lange geplante Besuch der Bundestagsabgeordnete Antje Lezius (CDU) der Geburtenstation der Elisabeth-Stiftung in Birkenfeld.

Die Ärztin und Leiterin der Station Frau Dr. Dorothee Müller empfing Lezius persönlich. In großer Runde diskutierte die Abgeordnete anschließend mit den Stationsmitarbeitern. Von den Reformen im Gesundheitsbereich bis hin zur richtigen Behandlung mit Antibiotika – ausführlich erklärten die verschiedenen Heilberufe, wie sie aktuelle Entwicklungen im Gesundheitsbereich bewerten. Ein zentrales Anliegen war dabei die Versicherungssituation für Hebammen in der kommenden Legislatur dauerhaft zu lösen. Derzeit sei es bereits schwierig Hebammen zu finden, auch die Geburtenstation in Birkenfeld suche bereits seit längerer Zeit eine neue Hebamme. Ohne eine dauerhafte Lösung, so die Befürchtung, könnten viele interessierte Frauen vor der Ausbildung in dem Bereich zurückschrecken. „Wir haben zwar schon für eine Entlastung bei den Versicherungsprämien gesorgt. Da müssen wir aber nochmal nachlegen“, sicherte Lezius in diesem Punkt zu. Die Abgeordnete verwies darauf, dass zuletzt im Bundestag verschiedene Modelle diskutiert wurden, um Geburtshelfern weitere Unterstützung zu leisten.

Nach dem Gespräch führte sie durch die Station. Beeindruckt zeigte sich Lezius von der Ausstattung, aber auch dem umfassenden Angebot durch Nachsorgehebammen ein. „Werdende Mütter verdienen die beste Betreuung für die Geburt und die Zeit danach. Das gilt gerade bei uns auf dem Land. Das tolle Angebot müssen wir vollständig erhalten und wo nötig ausbauen“, machte Lezius deutlich. Dabei spielen auch die Schwierigkeiten eine Rolle, Fachkräfte für die Arbeit in ländlichen Regionen zu locken. Eine Stelle als Hebamme sowie als Facharzt sind in Birkenfeld derzeit unbesetzt. „Die alternde Gesellschaft und der Fachkräftemangel treffen ländliche Gebiete besonders hart. Wenn sich die Situation hier nicht bessert, müssen wir von politischer Seite über noch weitergehende Maßnahmen nachdenken“, erläuterte Lezius.

Neben den fachlichen Themen konnte Ärztin Dr. Dorothee Müller der Bundestagsabgeordneten auch eine erfreuliche Nachricht mitgeben: Die Geburtenrate im Krankenhaus in Birkenfeld ist seit Jahren stabil bei knapp 200 Babys pro Jahr – mit leichter Tendenz nach oben.