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Fachgespräche zur Zukunft der Pflege

Auf Einladung der heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Antje Lezius besuchte die Parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz MdB die Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe der kreuznacher diakonie. Gemeinsam sprachen sie mit Schülern und Ausbildern über die geplanten Reformen der Pflegeberufe.

In Deutschland sind bereits heute 2,9 Millionen Menschen pflegebedürftig. Ihre Zahl könnte in den nächsten 15 Jahren noch einmal auf rund 3,5 Millionen Menschen steigen – und das mit ganz individuellen Anforderungen. Um die Organisation der Pflege zukunftsfest zu machen, wurden in dieser Legislatur bereits drei Pflegestärkungsgesetze verabschiedet. Im Mittelpunkt steht jetzt die Reform der Ausbildung der Pflegeberufe. Das Ziel: Das Berufsbild Pflege attraktiver für viele Menschen zu machen, mehr Fachkräfte zu generieren und die Kompetenzen der Fachkräfte noch besser an der Pflegerealität auszurichten.

Um die Reformen mit Schülern, Lehrern und Ausbildern der Pflegeberufe zu diskutieren, besuchte die heimische CDU-Bundestagsabgeordnete, Antje Lezius, mit der Bundestagsabgeordneten Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, die Pflegeschule der Diakonie in Bad Kreuznach für ein Fachgespräch. "Mir ist es wichtig, Praktiker vor Ort mit den Entscheidungsträgern aus Berlin an einen Tisch zu holen. In der Pflege muss es unser Ziel sein, das Beste für Patienten und Heilberufe herauszuholen. Eine gelungene Ausbildung ist der wichtigste Grundstein für eine gute Betreuung", betonte Lezius. Im Kern sieht die Reform vor, die bisher getrennt verlaufenden Ausbildungsgänge der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einer generalisierten Ausbildung zu bündeln. Eine Spezialisierung soll dann im letzten Ausbildungsjahr durch entsprechende Wahlvertiefungen erfolgen. Fachverbände hatten die Reform begrüßt.

Im Gespräch machten die Schulleiterinnen Sandy Ott und Anja Traut deutlich, dass die Vorbereitungen an der Pflegeschule in Bad Kreuznach mit seinen 180 Plätzen bereits abgeschlossen seien. Mit dem Startschuss könne man die Reform zeitnah umsetzen. Auch Lehrkräfte und Praxisanleiter zeigten sich offen gegenüber den Änderungen. Betont wurde insbesondere, dass die breit angelegte Ausbildung den jungen Schülerinnen und Schüler mehr Zeit gebe, sich zu orientieren. Bei der Diskussion mit rund 30 Schülerinnen und Schülern des Oberkurses, die kurz vor dem Examen stehen, kamen auch Sorgenthemen zur Sprache. Insbesondere die Vergütung von examinierten Pflegekräften und Personalprobleme aus unterschiedlichen Gründen in Krankenhäusern bundesweit wurden kritisch betrachtet. Hier fand Staatssekretärin Widmann-Mauz deutliche Worte und verwies auch zugleich auf die Ausbildungsreform: "Kliniken, die am Personal und der Ausstattung sparen, schaden sich am Ende selbst. Mit einer guten generalistischen Ausbildung steht den frisch examinierten Fachkräften dann der ganze Arbeitsmarkt offen, dementsprechend selbstbewusst können sie verhandeln." Die Pflegeausbildung sei mit der Reform auf dem richtigen Weg, so Lezius. "Mich freut besonders, dass die Diakonie Praxisanleiter freistellt, damit sie sich ganz auf die Ausbildung konzentrieren können. Davon profitieren Schüler und Patienten."