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Bundestag gedenkt der Opfer der Terroranschläge

Am Dienstagnachmittag gedachte der Deutsche Bundestag der Opfer der Anschläge von Paris. Bundestagspräsident Lammert verlieh seinem Entsetzen über die 120 Toten von Paris Ausdruck und sprach aber auch darüber, dass der Terror grenzenlos ist. Wir sind alle betroffen und können nur gemeinsam dagegen vorgehen. Hier ist eine bessere Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden auf europäischer Ebene unerlässlich. Schwierig ist und bleibt allerdings das Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Sicherheit. Ein Mehr an Sicherheit ist zwar nicht kostenlos zu haben, aber wir werden diese Verantwortung sorgsam handhaben. Die Tatsache, dass viele der Täter nicht von außen kommen, sondern hier in Europa aufgewachsen sind, sollte uns zu denken geben. Dabei sind die Ursachenforschung und die zielgerichtete Bekämpfung der Radikalisierung besonders wichtig, damit aus perspektivlosen Jugendlichen langfristig keine Täter werden. Ich finde es wichtig, wenn Lammert auch an die 32.000 Todesopfer des weltweiten Terrorismus allein in 2015 erinnert. 80% dieser Opfer sind vorwiegend in den Ländern zu verzeichnen, aus denen die Menschen dieser Tage zu uns fliehen- Afghanistan, Syrien, Irak, Pakistan und Nigeria. Deswegen sollten wir bei aller Besorgnis nicht vergessen, dass die meisten Opfer des weltweiten Terrorismus ebenfalls Muslime sind. Ich stimme dem Bundestagspräsidenten zu, wenn er Humanität als Leitlinie staatlichen Handels begreift. Dabei sollten wir Humanität nicht mit Naivität verwechseln. Wir werden Christen, Juden und Muslimen mit dem gleichen Respekt begegnen und religiösen Fanatikern mit der gebotenen Härte.