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Besuch der Flüchtlingsunterkunft in Birkenfeld

In Birkenfeld besuchte ich die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Heinrich-Hertz-Kaserne. Neben Weihnachtsgeschenken für Kinder im Schuhkarton brachte ich den Neuankömmlingen auch das 150 Seiten starkes Heft „Deutschland - Erste Informationen für Flüchtlinge“ mit. Das Heft wird von der Konrad-Adenauer-Stiftung herausgegeben und erläutert auf Arabisch und Deutsch welche Rechte und Pflichten ein Asylbewerber hat und macht die Menschen mit unserer Kultur, unseren Sitten und Regeln vertraut.

Ohne Information gibt es keine Integration: Die Menschen müssen wissen, was hier anders ist als in ihrer Heimat, damit sie sich dran halten können. Besonders freut mich die gute Organisation der Helfer und Ehrenamtlichen. Vieles musste natürlich improvisiert werden, aber es klappt: Die Leute halten den Laden am Laufen und die Stadt Birkenfeld unterstützt schnell und unbürokratisch, z.B. durch eine neue Zufahrtsstraße samt Beleuchtung. Der Stadtbürgermeister Miroslaw Kowalski (CDU) begleitete mich bei meinem Besuch. Gut ist auch, dass die Flüchtlinge selber die Gelegenheit bekommen, überall mit anzupacken. Bei der Ausgabe von Kleidung und Essen, beim Sauberhalten der Unterkunft oder als Übersetzter, die Menschen bringen sich ein. Positiv überrascht hat mich, dass viele bereits sich recht gut auf Deutsch verständigen können. Frühe Sprachausbildung halte ich für sehr wichtig. Schwierig ist es, dass aufgrund der stetigen Rotation bei den Untergebrachten immer wieder Leute neu eingearbeitet werden müssten. Ein fester Übersetzter wäre hier sicherlich hilfreicher.

Mich besorgen Gerüchte, die teilweise Verbreitung finden, die Flüchtlinge würden Diebstähle in den Supermärkten begehen. Ich habe Stadtbürgermeister Kowalski hierzu befragt, der diesen Mutmaßungen nachgegangen ist: Er fand sie nicht bestätigt. Die Wahrheit ist, die Menschen hier sind ordentlich und diszipliniert. Die Flüchtlinge sind dankbar, dass sie hier in Sicherheit Aufnahme gefunden haben und sie sind willens, sich zu integrieren und zu engagieren. Beeindruckend finde ich die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Diese Hilfs- und Spendenbereitschaft für die Flüchtlinge unterstreicht, dass sich die Birkenfelder der Not der Menschen nicht verschließen. Das kann man nicht hoch genug würdigen. Die Einrichtung braucht vor allem helfende Hände. Auf der Internetseite der Stadt, www.stadt-birkenfeld.de, können Zeitspenden angeboten werden.

Wenn auch Sie helfen möchten, haben die Landkreise Birkenfeld und Bad Kreuznach jeweils Spendenkonten eingerichtet:

1) Spendenkonto LK Bad Kreuznach: IBAN DE60 5605 0180 0017 094319, BIC: MALADE51KRE

2) Spendenkonto LK Birkenfeld: IBAN DE63 5625 0030 0000 205095, BIC: BILADE55XXX, Verwendungszweck: „Verwahrkonto 195 Spenden für Flüchtlinge“