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Mehr Unterstützung für Ausbildungsstellen

Im Herbst beginnen die meisten jungen Menschen ihre Berufsausbildung, die Nachvermittlung für Ausbildungsstellen läuft derzeit noch. Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Bund jetzt Ausbildungsstellen noch breiter helfen als bisher – mit einer Weiterentwicklung des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“. Die Voraussetzungen für Ausbildungsprämien werden gesenkt, die Fördermöglichkeiten erweitert. Davon profitieren mehr Betriebe und dadurch auch mehr Auszubildende.

"Es ist sehr erfreulich, dass die meisten Betriebe trotz zusätzlicher Belastung nach wie vor Auszubildende einstellen. Durch die Ausweitung des Bundesprogramms wird jetzt ein weiterer Anreiz gesetzt und Unterstützung gegeben. Es ist wichtig, dass junge Menschen durch die Corona-Pandemie kein Jahr verlieren", so Antje Lezius, die im Bundestag Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales ist.

Die Förderung für das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ beinhaltet vier Maßnahmen: die Ausbildungsprämie, die Ausbildungsprämie plus, den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung und die Übernahmeprämie. Diese werden ab sofort erweitert und verlängert:

• Ausbildungsbetriebe werden künftig mit Ausbildungsprämien gefördert, wenn sie im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent oder in fünf zusammen- hängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkraften müssen (bisher: durchschnittlich mindestens 60 Prozent in April und Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr).

• Die Durchführung von Kurzarbeit wird in Zukunft auch im zweiten Halbjahr 2020 berücksichtigt (bisher: nur erstes Halbjahr 2020).

• Ausbildungen, die zwischen dem 24. Juni 2020 und dem 31. Juli 2020 begonnen haben, werden in die Ausbildungsprämien miteinbezogen.

• Die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit in der Ausbildung werden bis einschließlich Juni 2021 verlängert (bisher: Laufzeit bis einschließlich Dezember 2020).

• Die Übernahme von Auszubildenden, deren Ausbildungsstelle wegen pandemie- bedingter Insolvenz des ursprünglichen Betriebes verloren gegangen ist, wird künftig unabhängig von den Betriebsgrößen mit einer Übernahmeprämie gefördert (bisher: nur, wenn beide Betriebe maximal 249 Mitarbeiter hatten).

• Diese Übernahmen werden bis zum 30. Juni 2021 gefördert (bisher: bis zum 31. Dezember 2020).

Die Änderungen treten am heutigen Tage in Kraft und gelten auch rückwirkend. Das bedeutet: Anträge auf Förderungen können innerhalb von drei Monaten auch für bereits bestehende Ausbildungsverhältnisse gestellt werden, für die bisher eine Förderung nicht möglich war, die aber von den geänderten Voraussetzungen erfasst sind. Das gilt auch, wenn ein vorheriger Antrag abgelehnt worden ist.

Hier können Sie eine Förderung beantragen: www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern