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“Mobile Arbeit ist eine Chance für ländliche Regionen”

Mobiles Arbeiten, also das Arbeiten von zu Hause aus oder von unterwegs, wird von immer mehr Beschäftigten genutzt – vor allem auch in der aktuellen Corona-Pandemie. Gesetze, die klare Rahmenbedingungen für diese Form des Arbeitens schaffen, gibt es bisher nicht. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) möchte einen Rechtsanspruch auf jährlich 24 Tage mobile Arbeit gesetzlich verankern. Dieser Vorschlag ist unzureichend. In Berlin haben daher am Dienstag CDU- Arbeitsmarkt- und Digitalpolitiker des Arbeitskreises „Zukunft der Arbeit“ ein Alternativkonzept vorgestellt. Antje Lezius, Bundestagsabgeordnete für die Landkreise Birkenfeld und Bad Kreuznach, gehört zu dem Arbeitskreis.

„Mobile Arbeit ist eine Chance für ländliche Regionen. Es erspart das Pendeln zum – teilweise weit entfernten – Arbeitsplatz. Zudem kann es Ortszentren beleben, indem der Bund Nachbarschaftsbüros beziehungsweise Co-Working-Spaces im ländlichen Raum fördert. Gemeinden, Vereine, Kirchen und andere private und öffentliche Personen sollen ermuntert werden, wohnortnahe, kostengünstige Arbeitsmöglichkeiten mit guter Breitbandverbindung zu schaffen, die flexibel von den Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden können. Es würde mich freuen, wenn diese teilweise mit einer Kinder- oder Seniorenbetreuung verknüpft werden. Davon würden alle profitieren“, so die heimische Abgeordnete Lezius.

Das Konzept der CDU-Abgeordneten schafft, neben der Stärkung des ländlichen Raums, Rechtssicherheit. Bisher ungeklärte Rahmenbedingungen sollen reduziert werden. Im Konzept des Arbeitskreises ist daher ein einheitlicher Rechtsrahmen vorgesehen, der Fragen des Unfallschutzes, des Steuerrechts, der Arbeitszeit, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, des hinreichenden Austausches im Betrieb sowie des Arbeitsschutzes einfach und unbürokratisch regelt.

„Mobile Arbeit und Arbeit von zu Hause sind längst Realität. Wir brauchen daher klare Regeln und flächendeckend schnelles Internet“, erklärt Lezius, die an dem Konzept mitgearbeitet hat. „Die gesetzlichen Pflichten zum Zeitausgleich von Überstunden und zur wöchentlichen Arbeit Priorität.“

Der Arbeitskreis „Zukunft der Arbeit“ ist unter der AG Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Fraktion eingerichtet. Mitglieder sind die Bundestagsabgeordneten Marc Biadacz, Thomas Heilmann, Antje Lezius und Kai Whittaker.