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Antje Lezius zum Truppenabzug amerikanischer Streitkräfte

Der amerikanische Präsident Donald Trump hat die Pläne bestätigt, rund 9500 US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Dazu nimmt Antje Lezius (CDU), Bundestagsabgeordnete für die Landkreise Bad Kreuznach und Birkenfeld, wie folgt Stellung: „In unserer Heimat ist in Baumholder einer der größten europäischen Standorte der amerikanischen Streitkräfte. Es leben dort heute rund 3.000 Soldaten mit etwa 4.500 Familienangehörigen. Die US-Army beschäftigt in Baumholder rund 450 Menschen.

In den langen Jahren seines Bestehens ist eine enge deutsch-amerikanische Freundschaft entstanden und gewachsen, die mit gemeinsamen Festen und kulturellen Veranstaltungen intensiv gelebt wird. Ich selbst fühle mich unseren amerikanischen Freunden eng verbunden. Die Nachricht von dem geplanten Truppenabzug amerikanischer Streitkräfte aus Deutschland kommt für uns überraschend. Ich bedaure die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten zutiefst und befürchte, dass mit dem Abzug amerikanischer Soldaten aus Deutschland die westliche Bündniskraft geschwächt wird.

Meiner Ansicht nach, erweist Donald Trump mit dieser Entscheidung auch dem US-Militär einen Bärendienst. Denn die Standorte in Deutschland sind eine wichtige Drehschreibe für Logistik, medizinische Versorgung und für die Kommandostruktur der US-Streitkräfte weltweit. Es ist richtig, dass sich Deutschland im Jahr 2014 gegenüber der NATO verpflichtet hat, die Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent zu erhöhen. Diesem Ziel sind wir in großen Schritten nähergekommen.

Meine Fraktion im Bundestag ist bestrebt, diesen Weg trotz der angespannten Haushaltslage in Corona-Zeiten fortsetzen. Der jetzige Vorstoß der USA muss außerdem ein Weckruf an uns Europäer sein, mehr in die europäische Verteidigung zu investieren und mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit zu übernehmen. Dies muss auch in Zeiten von Corona oberste Priorität haben.“