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Lezius: Gutachten zu den Folgen von Kerosinablass veröffentlicht

Im Ergebnis sehen die Verfasser der Studie nach derzeitigem Wissensstand keine kritischen Umweltauswirkungen von Kerosinablässen auf Boden, Grundwasser, Luft und die menschliche Gesundheit. Antje Lezius (CDU), direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für die Kreise Bad Kreuznach und Birkenfeld erklärt dazu: „In den letzten Wochen und Monaten haben mir viele Bürginnen und Bürger der Region von ihrer Sorge berichtet, dass beim sogenannten Kerosinablass von Flugzeugen gesundheitsgefährdende Kerosinrückstände auf den Boden gelangen. Das Gutachten des Umweltbundesamt gibt dazu nach derzeitigem Wissenstands Entwarnung.“ Bei der umwelttoxikologischen Bewertung wurden mögliche Beeinträchtigungen auf die Luftqualität, den Boden, das Grundwasser und die menschliche Gesundheit betrachtet. Zur Ermittlung der Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit wurden Modelle entwickelt, um zu simulieren welche Kerosinmengen und Kerosinbestandteile am Boden ankommen. Hintergrund Beim Kerosinablass wird während des Fluges Treibstoff in die Atmosphäre geleitet. Dabei handelt es sich um einen Notfallmaßnahme, durch die das Gewicht des Flugzeugs bei einer unvorhergesehenen Landung reduziert wird. Der Pilot sucht dazu einen Luftraum, der ein möglichst geringes Verkehrsaufkommen aufweist. Auch Birkenfeld gehörte zu den betroffenen Regionen in Deutschland. Kerosinablass ist meldepflichtig. Im Jahr 2017 wurden insgesamt 26 Fälle von Kerosinablass über Deutschland gemeldet. Seit Mitte September 2018 werden alle Kerosinablässe von zivilen und militärischen Flugzeugen über dem Bundesgebiet innerhalb von drei Tagen an das Luftfahrtbundesamt gemeldet. Einzusehen auch auf der Website des Luftfahrtbundesamtes.