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Berufliche Bildung modernisieren und Chancen nutzen

Als Mitglied der Enquete-Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ besuchte die heimische Bundestagsabgeordnete Antje Lezius das Berufsbildungswerk Worms - die einzige derartige Einrichtung in weiterem Umkreis, die auch eine stationäre Unterbringung ermöglicht und deshalb auch für Jugendliche aus der Region interessant ist. In Gesprächen mit Teilnehmern, Mitarbeitern und der Leitung des Hauses konnte sich Lezius einen Eindruck von der Arbeit der beruflichen Qualifizierung verschaffen. „Wir haben heute immer häufiger besondere und ganz individuelle Förderbedarfe, die einer klassischen Ausbildung mit direkter Arbeitsaufnahme im Weg stehen. Arbeit stiftet aber Sinn, gibt Struktur. Die jungen Menschen haben durch sie die Möglichkeit, das eigene Leben zu gestalten. Hier wird wertvolle Arbeit geleistet, denn es soll niemand ohne Ausbildung, niemand auf der Strecke bleiben“, betonte Lezius. Dieses Bild festigte sich bei einem ausgiebigen Rundgang durch die verschiedenen Bereiche. Lezius beschäftigt sich im Bundestag gerade mit den Chancen, die in der beruflichen Bildung durch die Digitalisierung ermöglicht werden. Es gibt eine Vielzahl von Ideen und Möglichkeiten – bisher hatte sich jedoch deutschlandweit noch niemand mit der ganzen Bandbreite befasst. „Die Arbeit der Enquete-Kommission ist deshalb doppelt wichtig. Wir wollen die vielfältigen Ansätze bündeln und die besten Möglichkeiten ausloten, jungen Leuten einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Gleichzeitig stärken wir damit die Bildung und Ausbildung insgesamt. Das ist gut für die Gesellschaft und die Wirtschaft, und damit mittelfristig für Wachstum und Wohlstand in Deutschland. Eine gute und moderne Art der Aus- und Weiterbildung bringt einen Gewinn für alle“, unterstreicht Lezius. Aus den Gesprächen mit Teilnehmern und Mitarbeitern konnte Lezius viele Anregungen mitnehmen. So möchte sie die Fachpraktikerregelungen für behinderte Menschen im Zusammenhang mit der Reform des Berufsbildungsgesetzes mit ihren Kollegen besprechen; ebenso wie Maßnahmen, mit denen deutlich mehr behinderte Jugendliche für den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert werden können.